Wechseljahre

Die „Wechseljahre“ können mit Symptomen wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Gelenkschmerzen, depressiven Verstimmungen, Libidostörungen und Schlafproblemen einhergehen und die Lebensqualität einer Frau stark beeinträchtigen. Dies kann schon in der Zeit vor der letzten Menstruation der Fall sein und individuell unterschiedlich lange darüber hinaus anhalten.

Gerne berate ich Sie zu Wechseljahrsbeschwerden und erläutere Ihnen verschiedene Therapieansätze, um Symptome zu lindern.

Frauenarztpraxis Dr. med. Jasmin Hermann in Stuttgart-Möhringen

Die Wechseljahre – wird jetzt alles anders?

In den Jahren vor und nach der letzten Blutung im Leben einer Frau  (sogenannte Menopause) befinden sich Frauen in den Wechseljahren. Diese Zeit kann in 3 Phasen eingeteilt werden: prä-, peri- und postmenopausale Phase.

Diese Abschnitte beschreiben einen natürlichen Prozess jeder Frau, die durch Hormonschwankungen und letztlich eine abnehmende Hormonproduktion gekennzeichnet sind, meist zwischen dem 47. und 60. Lebensjahr und mit unterschiedlichsten Symptomen einhergehen kann.

Frauen erleben die Menopause durchschnittlich im Alter von 51-52 Jahren, jedoch werden etwa 1% der Frauen bereits im Alter unter 40 Jahren davon überrascht, eine von tausend Frauen sogar unter 30 Jahren.

Erst 12 Monate nach der letzten Blutung kann man davon ausgehen, dass dies wirklich die letzte Blutung war, sodass die Menopause oft erst rückblickend festgelegt werden kann. Nach diesen 12 Monaten, also 1 Jahr nach der letzten Blutung beginnt die Postmenopause.

Rauchen und Diabetes (Zuckerkrankheit), sowie andere chronische Erkrankungen können die Menopause um ca. 2 Jahre früher eintreten lassen, auch gibt es Ähnlichkeiten zwischen dem Menopause-Alter von Müttern und Töchtern.

Die Wahrnehmung dieser Prozesse und die Beschwerden die mit den Wechseljahren einhergehen können, stellen sich jedoch ganz unterschiedlich dar. Ein Drittel der Frauen bemerken keinerlei Beschwerden, ein weiteres Drittel hat nur leichte Beschwerden, die sich nicht belastend darstellen und ein Drittel der Patientinnen berichtet über stark belastende und einschränkende Beschwerden.

Der sinkende Hormonspiegel kündigt sich durch die unterschiedlichsten Symptome an, zu denen z.B. anfangs vor allem Zyklusunregelmäßigkeiten gehören können und die im weiteren Verlauf häufig durch Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Scheidentrockenheit oder Gelenkschmerzen ergänzt werden.

Auch Libidostörungen, Erschöpfungszustände oder depressive Episoden können beobachtet werden. Diese Beschwerden sind vor allem in der ersten Zeit noch sehr unregelmäßig und wechselnd.

Häufig fällt diese Hormonumstellung mit einem Umbruch in den Lebensumständen einer Frau zusammen, die Kinder werden erwachsen und bedürfen nicht mehr des intensiven Kümmerns, die Partnerschaft will neu definiert werden, im Berufsleben kann sich einiges ändern und das Äußere verändert sich. 

So fallen allgemeine Fragen zu den Lebensumständen mit den Hormonveränderungen zusammen. Das Leben will neu sortiert werden und die eigene Rolle und Bedürfnisse müssen oft neu definiert und geschärft werden.

Viele der wahrgenommenen Beschwerden können auch auf andere Erkrankungen zutreffen und es stellt sich bei vielen Frauen die Frage, was der Grund für Ihre Beschwerden ist und was zu einer ausgeglichenen Hormonsituation beitragen kann, um diesen Lebensabschnitt gut zu meistern.

Wenn keine gesundheitlichen Risiken vorliegen und Patientinnen unter starken klimakterischen Beschwerden leiden und diese ihre Lebensqualität spürbar beeinträchtigen, kann und sollte über eine Hormonersatztherapie nachgedacht werden. In vielen Fällen kann eine Therapie mit bioidentischen Hormonen eine Lösung sein.

Bei Fragen zu einer solchen Therapie und/oder Wunsch nach einer Beratung zu den Wechseljahren und den Behandlungsmöglichkeiten, bitten wir Sie einen Termin zusätzliche zur regulären Vorsorgeuntersuchung auszumachen oder erste Fragen beim Vorsorgetermin anzusprechen.

Im Vorfeld bitten wir Sie unseren Fragebogen zu den Wechseljahren auszufüllen und uns zur Verfügung zu stellen, damit wir dann eine optimale und zielgerichtete Beratung zu Ihren Fragen und Beschwerden durchführen können.

Vor Beginn und während einer Hormonersatztherapie – sollte diese für Sie in Frage kommen – ist es empfehlenswert regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und zur verbesserten Vorsorge mit zusätzlichen Ultraschalluntersuchungen,  beziehungsweise ab 50 Jahren mit einer Vorsorge-Mammographie im Rahmen des Screenings der Krankenkasse zu ergänzen.

Mehr zum Thema Wechseljahre und Menopause erfahren Sie unter anderem auf den folgenden verlinkten Seiten.

Menopause-Gesellschaft

Infoblatt